Der grüne Kakadu
2002/2003 – Ein Theaterstück von Arthur Schnitzler

Anlässlich seines 15-jährigen Bühnenjubiläums präsentierte das Theater Fanferlüsch ein Doppelprogramm.

Das erste Stück war Arthur Schnitzlers 1898 veröffentlichtes Theaterstück "Der grüne Kakadu", das zweite Theaterstück war Helmut Heinemanns Persiflage über die Romane Hedwig Courths-Mahlers Anfang des 20.Jahrhunderts Schreie in der Nacht



Das Plakat.





Inhalt
"Der grüne Kakadu" ist eigentlich kein Kneipe, sondern eine – zumindest aus amtlicher Sicht – übelst beleumundete Spelunke. Nun, eine Spelunke ist DER GRÜNE KAKADU eigentlich auch nicht. Es ist eher ein Theater. Die dort verpflichteten Schauspieler glauben allerdings, dass es eine "Schmiere" ist. Aber was für eine Schmiere! Hier wird die Bühne zur Wirklichkeit, und die Realität zum Schauspiel! Und an diesem Tag der Revolution trifft sich der Adel Frankreichs dort, um sich darüber zu amüsieren, dass Schauspieler Verbrecher und Verbrecher Schauspieler spielen – es geht um Täuschung und Enttäuschung; Spiel und Desillusion; Wahrheit und Lüge; Schein und Sein.

Die Schauspielerinnen sind Prostituierte und die Schauspieler Gewaltverbrecher, bis auf Henri Gaston, Prospères besten Darsteller, der immer dann als Mensch überzeugt, wenn er auf der Bühne steht und spielt. Ist er aber "nur" er selbst, erweist er sich als schwacher Charakter, ja man ist schon fast versucht zu behaupten, als Wahnsinniger – dessen übersteigertes Ego ihn zum Mörder werden läßt.

Und während draußen das revolutionäre Volk von Paris die Bastille erstürmt und schon die ersten Köpfe der Adeligen abgeschlagen und auf hohen Stangen durch die Straßen getragen werden, parlieren die adeligen Zuschauer gelangweilt über ihre amourösen Abenteuer, philosophieren über die Freuden der Jugend und darüber, dass Paris "ein wenig Fieber habe, das sich bald wieder lege."

Der Untergang einer Welt kann wundervoll sein – oder furchtbar. Solange er nur außergewöhnlich ist!



Besetzung
Die in Klammern stehenden Zahlen hinter den Namen der Mitwirkenden beziffern die Anzahl der bis dato von ihnen mitgespielten Stücke.


Regie


Prospere, Wirt, Direktor

DIE ADELIGEN
Francois, Vicomte von Nogeant
Albin Chevalier de la Tremouille
Emile Herzog von Cadignan
Der Marquis von Lansac
Severine, seine Frau
Rollin, Dichter

DIE SCHAUSPIELER
Chantal
Grasset
Grain
Scaevola

Henri
Leocadie, seine Frau
Georgette
Michette
Balthasar
Etienne
Maurice


Audioeffekte
Lichttechnik

Markus Wiegand (13)


Carsten Schrödter (6)


Nikolai Radke (4)
Boris Sottmar (1)
Helge Lezius (1)
Volker Wolf (3)
Christina Klingebiel (2)
Torsten Bruch (3)


Jessica Nebel (1)
Stefan Damm (6)
Felix Ziesel (1)
Nina Besenthal (2) /
Tobias Tank (3)
Florian Henk (2)
Claudia Wäsch (2)
Martina Knust (1)
Sonja Masbaum (4)
Martin Labsch (1)
Sven Ahlers (1)
Tim Pommorin (1)


Malte Krug
Christoph Schnerch
Dirk Miksche



Szenenfotos
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Pressestimmen


Braunschweiger Zeitung
vom 18.11.2002




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