Das Gespenst von Canterville – Eine romantische Komödie mit Geist

2001 – Ein Theaterstück von Markus Wiegand nach der Novelle 
"The Canterville Ghost" von Oscar Wilde.



Das Plakat.






Inhalt
Diese Fassung des Klassikers von Oscar Wilde beginnt mit den historischen Begebnissen im Jahre 1575. In dieser ersten Szene lebt Eleonore, die geliebte Frau des Sir Simon, noch als Herrin auf Schlo�Canterville. Ihren Gatten liebt und verehrt sie, die sein Kind im Leibe trägt, ebenfalls, er ist aber rasend eifersüchtig und in seiner Wut dann "nicht mehr bei sich". Sein Freund und Waffenbruder Sir Geoffrey, dem Sir Simon leider mehr vertraut als seiner Frau, intrigiert gegen Eleonore. Sie hat ihn mehrfach abgewiesen, und diese Schmach kann der stolze Lord nicht verwinden. Sir Simon glaubt der Lüge, das Kind in Eleonores Bauch sei nicht von ihm, sondern von Sir Geoffrey. Rasend vor Wut stösst er seiner Frau vor dem Kamin im Schloß ein Schwert in den Bauch – der Blutfleck wird nie mehr verschwinden. Sir Simon ist nun verdammt, als Gespenst Nacht fr Nacht auf Schloß Canterville zu erscheinen.

Doch sein cleverer Nachfahre Lord Canterville schafft es dennoch, das Haus zu vermieten, mitsamt dem Personal Benson und Ellie, die demütig und ängstlich dem Gespenst dienen, um seinem Zorn zu entgehen, der bisher jeden Käufer den Kopf gekostet hat. Familie Otis aus Amerika ist aber ziemlich abgebrüht im Umgang mit Gespenstern und lässt sich nicht so leicht irritieren. Allerdings behandeln die halbwüchsigen Söhne das Gespenst als einen Vampir, den sie wie, der amerikanische Film sie lehrte, zu pfählen versuchen. Sir Simon ist erbost ob dieser Ignoranz und erscheint fortan nur noch Virginia, für die er nach dem ersten Mordversuch Sympathie zu entwickeln beginnt. Doch Virginia schenkt ihr Herz ausgerechnet dem Nachfahre des Mannes, der für sein qualvolles Nicht-Sterben-Können verantwortlich war - sie verliebt sich in den jungen Lord de Malvosin. Dieser läuft auch im Jahre 1999 immer mit einem Schwert bewaffnet herum, weil er ständig mit der Rache des Gespenstes rechnet, die dem Spuk laut einer Prophezeiung endlich ein Ende machen soll und Sir Simon den friedvollen Tod bringen kann.

Doch schließlich ist es Virginia, die ihren Geliebten George rettet und Sir Simon zu seinem Seelenfrieden verhilft.

Das Bildnis des Sir Simon de Canterville.





Zum Stück
Die prosaische Vorlage für unser Stück stammt aus der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts. Sehr bald stellt sich die Frage: Wie aktuell ist Oscar Wildes Gespenstergeschichte heute noch?

Kern der Geschichte ist neben romantischen und burlesken Passagen, der Gesellschaftskonflikt: Aufgeklärte Menschen der Jetzt-Zeit treffen auf verstaubte Mythen. (Was liegt da näher, als Wildes Novelle 100 Jahre später anzusiedeln?) Das Ehepaar Otis nimmt das Gespenst nicht einen Augenblick lang wahr, Sir Simons Versuche, gegen diese Ignoranz anzugehen, müssen scheitern. Die Zeit der Mythen und Sagen, der Feen und Geister ist längst vorbei, denn:

"Ich sehe nur, was ich sehe.
Höre nur das, was ich höre - und glaube
nur an das, was ich mit diesen Händen
ergreifen kann!"





Besetzung
Die in Klammern stehenden Zahlen hinter den Namen der Mitwirkenden beziffern die Anzahl der bis dato von ihnen mitgespielten Stücke.


Buch und Regie


DIE ENGLÄNDER
Sir Simon de Canterville
Sir Geoffrey de Malvosin
Lord Canterville
George de Malvosin
Eleonore de Canterville

DIE AMERIKANER
Virginia Otis
Mr. Otis
Mrs. Otis
John Otis
William Otis

DAS PERSONAL
Benson Waters
Elli Waters
Ann
Alice


Schwertkampfchoreografie
Musik, Kompositionen und
Audioeffekte
Lichttechnik

Markus Wiegand (11)



Carsten Schrödter (4)
Torsten Bruch (2)
Stefan Damm (5)
Florian Henk (1)
Alexa Kreisel (1)


Verena Niesmann (1)
Malte Krug (10)
Petra Beeken (2)
Nikolai Radke (2)
Tobias Tank (2)


Volker Wolf (2)
Sonja Masbaum (2)
Nina Besenthal (1)
Christina Klingebiel (1)


Carsten Schröder (5)

Malte Krug
Christoph Schnerch



Szenenfotos
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Pressestimmen

Braunschweiger Zeitung
vom 08.01.2001


Hildesheimer Allgemeine Zeitung
vom 05.03.2001


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